Neues vom Berliner Platz
Der Prokurist von Investor Procom Invest berichtete in der Sitzung des Stadtteilbeirats Hohenhorst vom 09.06.2026 über die aktuelle Situation des Einkaufszentrums Berliner Platz. Die Bemühungen zur Neuvermietung der Ladenflächen waren in den vergangenen Monaten erfolgreich. Derzeit stehen nur noch vier bis fünf Verkaufsflächen leer. Hinzu kommen einige unvermietete Büroräume. Die bestehenden Mietverträge haben kurz- bis mittelfristige Laufzeiten.
Ziel des Investors ist es, auch unter den derzeit schwierigen Rahmenbedingungen im Einzelhandel einen attraktiven und ausgewogenen Branchenmix sicherzustellen. Der Leiter der Projektentwicklung betonte, dass dies nicht immer einfach sei. So gestalte sich beispielsweise die Ansiedlung einer Apotheke weiterhin schwierig. Auch die Einrichtung eines HASPA-Geldautomaten würde Procom Invest begrüßen, könne derzeit jedoch ebenfalls nicht realisiert werden.
Auf Nachfrage erklärte der prokurist, dass auffällige Verunreinigungen auf dem Gelände, in der Tiefgarage oder im Gebäude gerne direkt an ihn oder das Centermanagement gemeldet werden können. Die Weitergabe entsprechender Hinweise könne gegebenenfalls auch über den Stadtteilassistenten erfolgen.
Der Leiter der Projektentwicklung bat zudem um Verständnis dafür, dass die Parkscheibenregelung auf den Stellplätzen bestehen bleibt. Aufgrund der neu hinzugekommenen Ladengeschäfte sei der Bedarf an Parkplätzen gestiegen.
Der Investor zeigte sich grundsätzlich offen für die Durchführung kultureller Veranstaltungen im Einkaufszentrum. Interessierte können sich hierzu an das Centermanagement wenden. Auch die Skulptur „Schwingende Mädchen“ habe Procom Invest im Blick. Bei ihrer künftigen Neuaufstellung sollen Rückmeldungen aus dem Quartier berücksichtigt werden.
Zum geplanten Neubau erläuterte der Prokurist, dass das Projekt derzeit überarbeitet wird. Vorgesehen ist weiterhin ein Nutzungsmix aus Dienstleistungen, Nahversorgung und rund 300 Wohnungen, von denen mindestens 30 Prozent im Rahmen der öffentlichen Wohnraumförderung entstehen sollen. Auch die zwischenzeitlich infrage gestellte Tiefgarage soll nach aktuellem Stand realisiert werden. Zudem sollen die Möglichkeiten des vereinfachten Bauens in die Planung einfließen. Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf könnten sich beispielsweise bei der Gestaltung der Treppenhäuser ergeben. Der Investor strebt an, im Jahr 2027 das Baurecht zu erhalten.
Die Überarbeitung des Projekts befindet sich derzeit im Abstimmungsprozess. Sollte dieser wie geplant innerhalb des nächsten Quartals abgeschlossen werden, könne anschließend ein konkreterer Zeitplan für die weitere Umsetzung erstellt werden.
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